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Technik/Routing/openmptcp/EdgeRouter.page

@@ -106,52 +106,3 @@ Migration wurde am 26.09.2026 an einem Ersatz-ER-X erfolgreich getestet (von Ope
 
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-# OpenMPTCProuter (OMR) auf dem migrierten ER-X: Fehleranalyse
-
-Nach der Migration auf OpenWrt 24.10.1 (Kernel 6.6.86) wurde versucht, das offizielle OMR-Image für den ER-X aufzuspielen (`openmptcprouter-v0.64.2-6.18-...-ubnt_edgerouter-x-squashfs-sysupgrade.bin`). Der Flash-Vorgang selbst lief erfolgreich durch (passendes Partitionslayout dank vorheriger Migration). Danach zeigten sich mehrere, im Detail dokumentierte Probleme:
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-### 1. Kein vollständiges LuCI vorinstalliert
-
-Nach dem Flash war unter `http://192.168.100.1` (Standard-OMR-Zugriff über den **WAN-Port**, nicht LAN) keine Weboberfläche erreichbar. Ursache: `uhttpd` war im Image nicht installiert.
-
-Schrittweise Nachinstallation über `apk` nötig, bis die Oberfläche lief:
-```
-apk add luci-base uhttpd uhttpd-mod-ubus
-apk add luci-theme-bootstrap
-apk add luci-mod-admin-full
-rm -f /tmp/luci-indexcache
-/etc/init.d/uhttpd restart
-```
-Jedes fehlende Teilstück äußerte sich als eigener Fehler (u. a. „Unable to render any theme header template“, „No page is registered at '/'“), bis alle vier Pakete installiert waren.
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-**Ergebnis:** Standard-OpenWrt-LuCI (System, Netzwerk, etc.) war danach nutzbar – aber ohne jeden OMR-spezifischen Bedienbereich.
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-### 2. OMR-eigener Paket-Feed liefert 404 / fehlt komplett
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-Die für den OMR-Wizard und die Kernfunktionen nötigen Pakete (`luci-app-openmptcprouter`, `glorytun-tcp`, `shadowsocks-libev` u. a.) liegen in einem eigenen Feed (`openmptcprouter`), der bei diesem Kernel-Build (6.6, v0.64.2-6.18) nicht erreichbar ist:
-
-```
-apk search -v 'glorytun*'
-WARNING: opening from cache http://download.openmptcprouter.com:80/release/v0.64.2-6.18/ubnt-erx/packages/mipsel_24kc/openmptcprouter/packages.adb: No such file or directory
-```
-
-Getestet wurden zwei unterschiedliche, im System hinterlegte Feed-URLs (`download.openmptcprouter.com` und `packages.openmptcprouter.com`) – beide liefern für den `openmptcprouter`- und `luci`-Feed einen 404-Fehler.
-
-**Dies ist ein bekannter, offener Bug im Projekt selbst**, dokumentiert in [Issue #3176](https://github.com/Ysurac/openmptcprouter/issues/3176) ("opkg not updated lists on latest 6.6 kernel OMR"), betrifft alle Geräte/Architekturen mit dem neueren 6.6-Kernel-Build, nicht nur den ER-X.
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-**Konsequenz:** Weder das LuCI-Wizard-Paket noch die eigentlichen Bonding-Kernkomponenten (Glorytun, Shadowsocks) lassen sich auf diesem Image regulär installieren. Das Problem liegt auf Seite des OMR-Projekts (kaputte/nicht gepflegte Paketquelle), nicht an unserer Konfiguration.
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-### Fazit zu OMR auf dem ER-X
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-Nach mehreren Etappen (Debian-13-Sperre umgangen, iperf3-Bug gepatcht, glorytun-Build-Bug gepatcht, ER-X-Partitionsmigration durchgeführt) hat sich gezeigt, dass der aktuelle OMR-Release-Zweig (v0.64.2, Kernel 6.6/6.18) an mehreren, voneinander unabhängigen Stellen fehlerhaft bzw. unvollständig gepflegt ist. Eine funktionierende OMR-Installation auf dem ER-X ist mit aktuellem Stand **nicht ohne eigenen Paket-Build** erreichbar.
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-## Kurswechsel: BondingShouldBeFree (BSBF) statt OMR
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-Als Alternative zu OMR wurde [BondingShouldBeFree (BSBF)](https://github.com/bondingshouldbefree) identifiziert, ein aktiveres, schlankeres Projekt mit demselben Ziel (MPTCP-basiertes Verbindungs-Bonding):
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-- Nutzt den **Mainline-Linux-MPTCP-Stack** (bereits im OpenWrt-24.10-Kernel enthalten, kein Custom-Kernel nötig)
-- Nutzt **xray-core** (VLESS-Protokoll) statt Glorytun/Shadowsocks
-- Bietet einen **Firmware-Selector** (`fs.bondingshouldbefree.org`), der über OpenWrts offiziellen Attended-Sysupgrade-Dienst ein fertiges, vorkonfiguriertes Client-Image baut
-- Server-Installer läuft auf gewöhnlichen Linux-Distributionen mit `apt`, `systemd` und `ifupdown` (keine dokumentierte Einschränkung auf bestimmte Debian-Versionen, im Unterschied zu OMR)
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-**Stand:** Wird aktuell evaluiert, noch nicht produktiv getestet. Nächste Schritte: Server-Installer-Script sichten und auf dem Freifunk-Server testen, danach Client-Image über den Firmware-Selector für den ER-X bauen.